Mittwoch, Dezember 13, 2006

Fangaktion bei Nacht und Nebel

Um es gleich zu Beginn zu sagen, Nebel gab es keinen, es passte nur gut in den Titel...
Anfang Dezember stand die letzte Mausmaki-Fangaktion während unseres Aufenthaltes an.
Der Unterschied zu den vorherigen "normalen" Fangaktionen bestand diesmal jedoch darin, dass die Fallen, die man am frühen Abend präpariert hatte, mitternachts kontrolliert werden mussten. Gefangene Tiere mussten direkt vor Ort, also noch im Wald, vermessen und eventuell mit einem Chip versehen und danach gleich wieder freigelassen werden. Und alles unabhängig davon, welches Wetter war. Und wir hatten auch Regen... aber nicht nur, was sehr angenehm war.
Grund für diese Umstände sind die Mausmakimamas, die momentan ihre Babies bekommen und nicht zu lange von ihnen getrennt sein sollen.
Und alle Weibchen, die wir gefangen haben, haben auch laktiert.
Natürlich war die "Ausbeute", wie erwartet, nicht sehr gross, in dem einen Gebiet (JBB) haben wir überhaupt kein Tier gefangen, aber dennoch hatten wir (fast) das gesamte Programm (Standardvermessung, Chip verpassen, neuen Sender anlegen) zu bewältigen.
Diese langen Nachtschichten sind damit vorbei.
Jetzt geht es mit den "Tierverfolgungen" (Fokalbeobachtungen) weiter, bei denen ausgewählten, besenderten Tieren gefolgt wird und hauptsächlich ihre zurückgelegten Routen aufgezeichnet werden.
Das dauert durchaus länger als so ein Fangaktionseinsatz, aber man ist früher im Bett.